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Von Turbo Beziehung und Ängste
#1
Leute, das ist so krank, wie's bei uns zugeht.

Der kleine hat grad im Wohnzimmer eine Christbaumkugel in die Hand genommen, seine große Schwester schnauzt ihn allein schon deswegen an, sie macht's ja 1:1 ihrer Mutter nach.
Was passiert ? Natürlich fällt die Christbaumkugel runter und zerdeppert.
Der kleine fängt an zu heulen und jault, dass er das nicht wollte. Ich sag zu ihm, das ist nicht so schlimm, er soll halt besser aufpassen.
Seine Schwester rennt natürlich gleich zur Mutter und die kommt runter und scheißt den kleinen zusammen, obwohl er eh schon dasteht und heult.
Dann sag ich noch, das kann doch mal passieren und dann pampt sie mich auch noch an, was ich den eigentlich ständig in Schutz nehmen müsse, der habe einfach seine Finger von gewissen Sachen zu lassen. Ja so wird bei uns geredet.
Dann Sage ich das kann passieren, deswegen müsse man ihn nicht so anschnauzen. Als Antwort kommt dann ein pampiges "doch", worauf ich nochmal verneint habe.
Die tickt doch nicht ganz richtig. Ich hab jetzt seit ner halben Stunde Herzrasen und muskelzucken, und jetzt auch noch Durchfall.
Ich hab langsam echt keinen Bock mehr, wie kann man so auf kinderseelen rumtrampeln ?
Ich hab langsam Zweifel, ob die überhaupt noch therapierbar ist.
Der kleine hat ihr extra noch Zettelchen und Herzchen gemalt, um sich zu entschuldigen. Der ist so ein lieber Kerl , aber er hat auch schon mehr Lebensfreude ausgestrahlt.
Jetzt hab ich ins Bett gebracht und geh jetzt erstmal ein Bier trinken, ich muss raus dem Irrenhaus , da kann man ja nur krank werden.
Das könne ja frohe Weihnachten werden.

Gruß norbe
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#2
Huhu
Das kenne ich Karin.
Wie wäre es wenn du den kleinen mitnimmst aber nicht zum Bieren trinken?
Lg Bäumchen
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#3
Du schreibst es selbst. "Er hat schon mehr Lebensfreude ausgestrahlt".
Wird er öfter wegen solchen (unwichtigen) Dingen angeschnauzt
wird sich das Ausstrahlen der Lebensfreude schnell erledigt haben.
Wie alt ist der Kleine denn?
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#4
Er ist 7 , ein Kind wie ich es mir nicht besser hätte wünschen können.
Nur leider bin ich nicht der Vater, dann hätte ich vielleicht noch mehr Einfluss darauf.
Er wird ständig angeschnauzt wegen Kleinigkeiten, wenn er nicht sofort das macht, was die Mutter sagt, dann tickt sie gleich aus. Sie fängt schon meistens in einem vernünftigen Ton an, aber das kann innerhalb Sekunden total umschlagen.
Und dieser Ton ist so voller Aggression , wenn nicht sogar Hass, das ist echt beängstigend.
Und sie rechtfertigt das ständig (meist vor anderen) indem sie sagt; ich habe keine Lust, alles 3mal zu sagen.
Das ist so schlimm, dass man sowas nicht merkt, grade wenn einem der (ehemals so geliebte) Partner das immer wieder zu sagen versucht.
Ich bin langsam mit meinem Latein am Ende, wenn sie´s nicht langsam mal kapiert, dann wird es zwangsläufig zur Trennung kommen. Irgendwann muss ich mich selbst schützen, wenn ich´s beim kleinen anscheinend schon nicht schaffe.
Das ist alles so erbärmlich traurig.

Gruß Norbe
Gruß Norbe
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#5
Jetzt bin ich etwas verwirrt. Das Thema ist ursprünglich von @Turbo wurde aber von @Karin hier her verschoben?

Ist zwar schon lange her, das ich ein kleiner Bub war, kann mich aber noch daran erinnern wie es war
als Kleiner angeschnauzt zu werden. Ich hatte keinen der mir beigestanden hätte.
Versuche Du doch wenigstens etwas für den Kleinen da zu sein,
damit er merkt, Erwachsene sind nicht nur die Bösen
sondern können auch Halt geben. Die Mutter wird man nicht ändern können,
sie scheint ein Problem mit ihrem Sohn oder eher, mit sich selbst zu haben.
Der Kleine ist dann der Prellbock. Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft.
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#6
@Lagonda, ich habe den Beitrag von Turbo verschoben bzw. ein neues Thema angelegt, damit er hier und nicht wie bisher in Raketes Thema schreiben kann.
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#7
Hallo Turbo
Also ich nehme mal an du bist männlich? Wenn ja dann mach eine Ansage und rede mit der Person über diese Verhältnisse die da herrschen und mach ihr verständlich das wenn nichts passiert du gehst. Anders kommst du da nicht weiter und zeig ihr das du ernst machst. Und wenn du die Möglichkeit hast unternehme was mit dem kleinen er würd es dir danken.
Lg Bäumchen
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#8
Verbale Attacken können schlimmer sein als Schläge. Sie wirken sich enorm schlecht für die Entwicklung des Jungen aus. Aber ich denke, das weißt Du. Ganz ehrlich ...? Sie braucht da echte Hilfe. Aber so ist es nun einmal, der eine hat die A/P und die Symptomatik und der andere, der sich daneben benimmt, bekommt nichts. So war es in meiner damaligen Beziehung auch. Mir blieb nichts anderes übrig als die Trennung, sonst wäre ich daran zerbrochen.
Und wegen solchen Kleinigkeiten ein Fass aufzumachen (eine kaputte Weihnachtskugel ...) . Ich kenne das als Kind auch. So habe ich mir geschworen, so gehst Du nie mit Deinem Kind um.
Nutze die freien Tage, setz Dich mal hin und schreibe Dir auf, was es positives und wie viel negatives Dir diese Beziehung bringt. Es ist natürlich schwer, aber all die materiellen Dinge sollte man aus dem Spiel lassen, wie z.B. wie soll das Laufen, wir wohnen in einem Haus ... Umzug usw. Nur die Situation nüchtern betrachten und schauen was man tun bzw. nicht tun kann ...
Ich wünsche Dir dazu ganz viel Mut und Kraft Tuschel
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#9
Danke für eure Beiträge

Ich war grade eben bei meinem Psychologen, bei dem ich mich im übrigen sehr wohl fühle, und habe ihm das auch so geschildert.
Er kennt sie ja auch, sie war vor mehreren Monaten auch einmal bei ihm.
Er sagte, ich solle ihr den Brief, den ich ihr schon länger geschrieben habe, möglichst zeitnah geben.
Da steht gesagt drin, dass ich so nicht weitermachen kann, dann andererseits auch bereit bin, mit ihr zusammen an den Problem zu arbeiten. Der Psychologe kennt diesen Brief, ich hatte ihn schonmal dabei.
Ich habe ihn vor allem wegen dem plötzlichen Tod ihrer Mutter vor 2,5 Wochen nicht gegeben, weil ich dachte, sonst bricht sie komplett zusammen.

Mein Psychologe meinte auch, dass sie einfach so handelt aus Hilflosigkeit, weil sie es anders nicht kann bzw. kennt und völlig überfordert ist. Ich kenn das schon, zur Zeit überfordert mich der Kleine ja auch, ich hab auch nicht mehr die Ruhe weg, wie ich es sonst hatte und reagiere daher auch schnell mal gereizt, wenn er zum Beispiel immer rumtrödelt, wenn´s pressiert o.ä..
Es ist ja keineswegs so, dass es ihr dabei gut geht oder sie keine Probleme hat, im Gegenteil. Das was in den letzten 1,5 Jahren passiert ist, kann einem eigentlich nur den Boden unter den Füßen wegziehen. Erst die schwere Krankheit ihres Vaters, der 7 Monate im Krankenhaus war und dabei mehrmals fast gestorben wäre, und dann als es bald entlassen werden sollte, einfach gestorben ist. Dann sind noch ein paar gute Bekannte gestorben, alle zwischen 50-60 Jahren. Und dann eben der plötzliche Tod ihrer Mutter, die ohne jedes Anzeichen einfach morgens tot im Bett lag.

Deswegen habe ich auch Angst, dass wenn ich ihr das so ins Gesicht knalle, sie dann komplett einbricht und die Folgen nicht mehr absehbar sind. Sie ist mit Sicherheit total labil, so wie ich momentan eben auch.

Andererseits ist es eben so, dass ich so tatsächlich nicht weitermachen kann, mich plagen die Aggressionen einfach so.
Offensichtlich hat sie das nicht überrissen, dass es mir deswegen so schlecht geht und ich deswegen auch oft jetzt distanziert bin. Da fängt halt auch mein Fehler an, dass ich es versäumt habe, ihr das schon vor längerer Zeit zu vermitteln, denn das geht ja nicht erst seit gestern so.
Ich habs so lange vor mir hergeschoben, dass sich die Situation dadurch halt auch nicht verbessert hat. Habs lange in mich reingefressen, vor einem Jahr hatten wir dann mal Gespräche in die Richtung, Anfang Jahres ging sie ja wie gesagt auch mal zu meinem Psychologen.

Aber seit der Schwangerschaft ist da ein riesiger Einschnitt, eine große Distanz zwischen uns, keiner versteht wirklich warum, sie sagte einmal, sie wisse es auch nicht.

Nun, ich kann wohl wirklich nur sagen oder schreiben, dass es mir so nicht gut geht, ihr wohl auch nicht und den Kindern bestimmt auch nicht. Und dass wir was tun müssen und dass ich bereit bin, sie dabei an der Hand zu nehmen, wenn sie den Weg denn mitgehen will. Andererseits werden mich wohl einfach meine letzten Kräfte verlassen und dann geht es nicht mehr.

Es ist ja nicht so, dass wir nicht auch tolle Zeiten hatten, wegen denen schon es sich lohnen würde, das alles in die richtigen Bahnen zu lenken. Und auch wegen der Kinder, wir haben ja eine gemeinsame Tochter seit 2,5 Monaten. Aber das kann ich eben auch nicht allein, und dazu muss sie verstehen, dass wir etwas ändern müssen und zwar bald.

Wenn sie nur nicht so verdammt stur (geworden) wäre.

Gruß Norbe
Gruß Norbe
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#10
Ich würde ihr auf jedenfall den Brief geben. Es kann ja eigentlich nicht noch schlimmer werden oder? So machst du dich kaputt und sie macht immer so weiter. Ich kann natürlich verstehen das sie am Ende ist. Bei mir ist der Tod meiner Eltern, die kurz hintereinander gestorben sind auch die A+P entstanden. Und das erst nach vielen Jahren. Aber es geht natürlich nicht das an Kindern auszulassen.  Egal wie schlecht es einen geht. 
Ich wünsche Euch sehr das ihr gemeinsam eine Weg findet. 
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#11
Sorry, diese Vorgeschichte wusste ich nicht , das die (Schwieger-) Eltern gestorben sind.
Dann ist Deine Frau in einem "Ausnahmezustand".
Trotzdem oder gerade deswegen, würde ich versuchen den Kleinen so gut zu schützen,
wie es nur möglich ist.
Er hat ja schließlich die Großeltern verloren und trauert bestimmt auch.
Und die "Schäden " der Kindheit, schleppen wir viele Jahre mit uns herum.
Alles Gute und ganz viel Kraft, wünsche ich.
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#12
oh, oh da stellen sich mir die Nackenhaare auf wenn ich höre was da mit einem Kind passiert. Wie gesagt, ich arbeite viel mit Kindern und wo der Weg hinführt wenn es nicht schnell eine Veränderung gibt ist sehr deutlich. Mal für euch beide etwas zum Nachdenken,, das Kind ist in seinem Verhalten das Spiegelbild der Eltern, nicht er läuft falsch, ihr tut das. Ich rate auch weiter dazu schnell den Brief abzugeben und ihr klar zu machen was sie ihrem Kind antut. Sein Kind schützen kann man nur, wenn man gelernt hat sich selbst zu schützen und dafür musst du in Diskussionen gehen. Hast du dir schon mal überlegt, das ihr euch Hilfe beim Jugendamt holt? Es gibt gute Einzelfallhelfer die echt einiges bewirken können? Ja, es mag sein das sie im Ausnahmezustand ist, aber das es etwas damit zu tun hat wie sie den Jungen behandelt, spreche ich jetzt mal ganz unverschämt ab, denn wäre es aus Ãœberforderung, dann würde jedes Kind das abgekommen und nicht nur der Junge. Wenn du um deinetwillen nicht mit ihr streiten kannst, dann steh auf und tu es für ihn, er kann es nicht und evt findest du dabei den Mut auch für dich zu kämpfen. Mit sieben sollte man als Peter Pan gegen Kapitän Hook kämpfen, sollte sich die tollsten Abenteuer vorstellen und nicht wegen einer Kugel zerbrechen, nicht die Kugel zerbricht, seine Seele wird gebrochen und das ist ein No go. Steh auf Turbo und kämpfe für dich und für ihn und auch wenn sie fällt, manchmal braucht man das um wieder aufzustehen
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#13
klar die Kindern trauern natürlich auch, beim Opa wars noch schlimmer, der war schon eine wichtige Bezugsperson.
Meine Freundin hat wahrscheinlich zuhause keinen viel besseren Umgang erfahren, so wie ich ihre Mutter kannte, war die schon auch total hibbelig und nicht grade zimperlich mit Kindern. Immer streng und Zucht und Ordnung und so Quatsch.

Dazu muss man aber sagen, sie hat 4 Geschwister, davon eines schwerstbehindert, der kann weder laufen noch reden, hat schon fast 30 Operationen hinter sich, wurde schon mehrmals zum sterben mit nach hause genommen, und den hatten ihre Eltern 17 Jahre lang zu Hause, bis er dann in ein Pflegeheim kam. Dort geht es ihm auch gut.
Ich kann mir schon vorstellen, dass Eltern da keine Nerven haben mit 4 Kindern plus Pflegefall, Vater musste ja auch noch Geld verdienen gehen, da kommen die anderen Kinder fast zwangläufig zu kurz.
So kommt halt eins zum andern.
Soll aber auch nichts rechtfertigen.

Der kleine fordert einen schon gewaltig, der braucht ständig Aufmerksamkeit, ist ungeduldig und quengelt, ich hab ihn jetzt grade vor den Fernseher gesetzt, weil´s mir einfach zu viel wurde.
Ich kann sie manchmal schon verstehen, da könnte man echt aus der Haut fahren, wenn man eh schon total überlastet ist, keine Nerven hat und dann ständig einer was will und quengelt.

Da steht man manchmal wirklich hilflos da und ist einfach überfordert.

Andererseits ist die Aggression keine Lösung, dadurch wird der kleine eben noch quengeliger und dann wird ein Teufelskreis draus.
Und den zu unterbrechen, wenn schon alle auf den letzten Reserven daher kommen, ist verdammt schwer.
Ich habe ja für vieles Verständnis, dennoch plagen mich die Aggressionen einfach, ich kenne das so nicht aus meiner Kindheit, leider nur aus Beziehungen. Ich bin mit Sicherheit auch sehr harmoniebedürftig, vielleicht mehr als andere und auch aggressionsgehemmt und daher auch konfliktscheu. Zumindest was das private angeht, beruflich bin kann ich mich viel besser durchsetzen. Aber mit den Leuten lebe ich ja auch nicht zusammen.

Aufgrund der ganzen Umstände denke ich, dass meine Freundin schon sehr labil ist und da sie sich eh immer schnell angegriffen fühlt, weiß ich nicht , wie sie drauf reagiert. Ich halte es nicht für unmöglich, dass sie innerlich dann zusammenbricht und dann die Kontrolle verliert...

Ãœbrigens zum Baby und ihrer großen Tochter ist sie sehr lieb bzw tolerant, ich will sie hier nicht als Rabenmutter darstellen.

Gruß Norbe
Gruß Norbe
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#14
Hi Schlumpffine

Ich geb dir da zu 100% Recht, das ist ebenso mein Credo.
Ich habe erst vorgestern noch zur versammeltem Mannschaft gesagt, wenn wir die Kinder zum Therapeuten schicken wollen, sollten wir selber erstmal hingehen, denn es sind fast immer die alten, die das verhalten der Kinder begründen.
Nur muss man das eben erstmal verstehen und einsehen.
Viele schaffen es leider nicht, das was sie selber als Kinder erfahren haben, bei ihren eigenen besser zu machen.
Hilfe zu bekommen wäre nicht das Problem, mein Psychologe kennt viele gute Therapeuten und würde auch schnelle Hilfe vermitteln können.

Generell ist es schon so, dass wir darüber geredet haben, mit dem kleinen zum Kindertherapeuten zu gehen, ich hab da auch schon eine Adresse bekommen. Irgendwie merkt sie ja schon, dass was schiefläuft, nur redet sie immer nur vom Verhalten des kleinen, nicht davon, dass nur WIR das ändern können. Was ich aber schon oft gesagt habe.
Nun ja ein guter Therapeut würde das wohl als allererstes klarmachen, denn sonst würde die Therapie ja keinen Sinn machen.

Wir waren auch vor 3 Wochen zusammen auf einem Vortrag "Buben sind anders", wo es drum ging, wie Jungs gestrickt sind, wie wichtig eine Vaterfigur ist und dass Jungs auf viele Dinge anders reagieren und Männer damit oft besser umgehen können. Ich fand den Vortrag gut und habe auch einiges mitgenommen.

Nur ist eben 5 Tage später ihre Mutter gestorben, vielleicht wäre es sonst jetzt einfacher.
Und ich reagiere auf ihre Austicker auch immer empfindlicher, vor allem auch körperlich. Wohl auch, weil ich es zu lange in mich reingefressen habe und das Thema nicht konsequent genug angegangen bin, als es allen noch besser ging.

Es ist ja auch nicht so, dass sie ihn morgens gleich aus dem Bett brüllt, sie weckt ihn freundlich, nur wenn er dann wieder rumtrödelt oder nicht folgt, dann fährt sie sehr schnell aus der Haut und wird dann aggressiv. Kann auch mal einen ganzen Tag gut gehen, manchmal denke ich, es hängt auch damit zusammen, wie ich drauf bin, denn wenn sie aufdreht, dann neige ich dazu, mich zurückzuziehen, was sie dann wohl nicht versteht , oder wenn ich den kleinen tröste oder zu ihm lieb bin, ist sie vielleicht sogar eifersüchtig. Kann ja durchaus sein, denn ehrlich gesagt bekommt er grade von mir mehr Aufmerksamkeit ab als sie. Das schaukelt sich dann auch wieder hoch.

Lauter besch... Teufelskreise.

So ich versuche jetzt mit dem kleinen Kerzen zu basteln, wird aber anstrengend werden mit dem quengeligen Kind, aber ich werds hinbekommen ;-)
Gruß Norbe
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#15
es mag sein das Jungen anders sind als Mädchen, ich selbst habe 2 Mädels und einen Jungen und ja, die Vaterfigur ist sicherlich richtig, aber die andere Seite auch, unser Sohn klärt ganz super für sich alleine wen er für was braucht. Mama ist die zum reden und Papa der große Freund mit dem man Blödsin baut wo Mama nur den Finger heben würde. Ich verstehe schon was du meinst, wenn du sagst das es oft auch sehr anstrengend ist, aber letztendlich bin ich der Meinung, das er gerade auf sein Umfeld reagiert. Das was du schreibst ist, das alles durcheinander bei euch beiden ist und dadurch habt ihr die Nerven nicht so für ihn. Weißt du Kinder brauchen Verlässlichkeit um sich sicher zu fühlen, um an sich wachsen zu können, bricht das weg weil die Großen nicht zurecht kommen macht das Unsicherheit. Das eine Kind reagiert mit Agression, das andere mit Rückzug und das nächste mit sich wegträumen ect. Und ein Punkt bleibt für mich und das ist, wenn sie mit allem überfordert wäre, dann bekommt es nicht nur der Junge ab. Er ist das 2. Kind richtig? Meistens sind die zweiten die, die mit dem Kopf durch die Wand rennen, Freigeister und Rebellen, aber das brauchen sie auch, denn alles was sie können , können die Ersten schon lange und die Dritten sind noch so klein das sie den Niedlichkeitsfaktor tragen. Er versucht einfach nur seinen Weg zu finden und das auf seine Art und Weise, aber immer das Gefühl zu haben er ist der Schuldige ist kein schönes Gefühl. Ob Rabenmutter oder nicht, er ist der Falsche den ihre Wut und Trauer trifft
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#16
Ich denke wir haben es sehr schwer sich ein Gesamtbild von Deiner/Eurer Situation zu machen und wir sind keine Psychotherapeuten. Aus diesem Grund wäre die einzige Möglichkeit eine Therapie, ob nacheinander, zur gleichen Zeit, erst Eltern ... das ist unerheblich. Deine Frau hat viel aufzuarbeiten und mit vielen Geschwistern ist es nicht immer einfach. Die ob bei Kindern oder Kollegen, 3 ist aus meiner Sicht ungünstig und Mittelkinder haben es schwer. Keine Eltern, und dabei bleibe ich, erziehen mehrere Kinder gleich, geben gleich viel Liebe. Wenn der Spruch fällt: Ich habe immer alle Kinder gleich behandelt, könnte ich aufschreien. Es gibt so etwas nicht, weil jeder Mensch einzigartig und etwas besonderes ist.
Unter dem derzeitigen Druck in Eurer Familie liegen nun mal schnell die Nerven blank, deshalb holt Euch Hilfe. Diese ist Vielfältig und einige Vorschläge hast Du ja schon bekommen.
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#17
mhm, jetzt musste ich kurz überlegen rena, also was ich für mich sicher sagen kann, das ich gleich viel Liebe für alle meine drei Kinder empfinde, was aber stimmt, ich liebe Tatsache ihre Einzigartigkeit, den einen für das und den anderen für dieses. Das man sie nicht alle gleich behandelt, mag stimmen da sie ja jeder ein ganz eigener Charakter sind die ganz andere Dinge einfordern, aber was ich sagen kann ist sicherlich, das nicht einer von dreien weniger in meinem Herzen ist und wenn man sich als Eltern darauf einläßt, das man drei verschiedene Charakter hat und sie nicht mit einander vergleicht sondern sie wirklich als Einzigartig bedrachtet, dann kann viel von ihnen lernen
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#18
Auf jeden Fall solltet ihr darauf achten
dass der Kleine nicht noch mehr unter dieser Situation leidet.
Er ist 7 Jahre alt, da "darf" man noch nerven
ohne angeschnauzt zu werden.
Natürlich sagen die meisten Eltern
dass sie alle ihre Kinder gleich gerne haben.
Wichtig ist aber, wie es auf der Gegenseite ankommt.
Also passt mal auf , auf den Kleinen.
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#19
Hallo ich bin's mal wieder

Erstmal ein gutes neues Jahr an alle.

Die Situation ist inzwischen total verfahren. An dem Freitag, als ich noch beim Psychologen war, hatten wir auf einmal ein paar richtig schöne Tage, haben gekuschelt, war richtig gute Stimmung zuhause.

Ging dann auch gut bis zum Heiligabend, da ist wieder alles schief gegangen. Dinge, über die man sich vielleicht gar nicht wirklich aufregt, wenns einem gut geht. Ich hab mir jedenfalls ein geiles ferngesteuertes Teil von Lego gekauft, das ich mir quasi selbst zu Weihnachten geschenkt habe. Das Ding habe ich dann bis zur Bescherung aufgebaut, weil ich es nicht erwarten konnte und damit ich mit dem kleinen dann seine legos aufbauen kann. Hab ich das Ding zur Bescherung geholt, dann meckert sie schon rum, dass ich das nicht unter den Christbaum stelle. Da ging mir schon der Kragen hoch, aber ich hab nichts gesagt, weil ich den Kindern ein verstrittenes weihnachten ersparen wollte.
Eine Weile später fährt ihr Bruder mit dem Teil durch die Küche , worauf sie meint, das könne gefährlich werden und tritt - sicherlich als (sehr komischer) Spaß gedacht - nach dem Fahrzeug und haut dabei den Auspuff weg. Als ich dann gefragt habe, was das soll, kommt sie nicht auf die Idee, mal Entschuldigung zu sagen, nein sie lacht nur. Da war bei mir ganz rum.
Ich hab dann den restlichen Abend nicht mehr viel geredet.
Seither bin ich total zurückgezogen, mich ärgert das so, weils einfach nur respektlos ist. Und ich komm irgendwie gar nicht mehr runter. Hab keine Lust mehr zu reden, bin voller Frust, Enttäuschung und inzwischen auch Wut.
Ich will einfach nur noch meine Ruhe und meinen Frieden. Das schlimmste daran ist, die Stimmung wird immer schlechter, für vernünftiges reden sehe ich keine Basis mehr.
Ich weiß, dass ich mich nicht gut verhalte, aber ich bin wie gelähmt, selbst wenn ich versuche, lockerer zu sein, es geht nicht lange gut.
Ich muss mich quälen, irgendwie lustig zu sein, freundlich zu sein. Ich würde am liebsten den ganzen Scheiß einfach hinschmeißen , wenn da nicht die kinder wären.
Aber die allein können auch nicht der Grund sein, sich sowas ewig anzutun. Und dann denke ich wieder darüber nach, wie lange mein Körper diesen Stress noch mitmachen wird.
Wobei sich die Symptome der angst grad ziemlich in grenzen halten, vielleicht,weil s mir momentan relativ egal wäre, wenn es mich dahinrafft.

Ich weiß grad nicht, wie ich aus dieser scheisse rauskommen soll, ohne dass alles zusammenbricht und/oder alles noch viel schlimmer wird.

Wenn ich mich nur wenigstens irgendwie ablenken könnte.

Ich hatte eigentlich gehofft, das neue Jahr wird besser ...

Gruß norbe
Gruß Norbe
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#20
Zitat:Ich hatte eigentlich gehofft, das neue Jahr wird besser ...
Das neue Jahr wird nicht besser
nur weil man jetzt eine andere Jahreszahl schreibt.
Da muss man schon etwas dafür tun. Leider, oder zum Glück.
Gruß von einem Single!
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